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Erwachen ins Leben

Kolumne von Robert Betz


Lass dich tragen vom Fluss des Lebens
Wie wir durch Festhalten Leid erzeugen

Eine der Kernursachen für die Erzeugung von Leid ist, dass wir uns weigern anzuerkennen und zu akzeptieren, dass das Leben niemals stehen bleibt. Wir spüren es zwar, wir können es an vielem ablesen, aber wir versuchen, dieses Wissen  mit aller Macht zu verdrängen. Warum fällt es uns so schwer, das Leben als ständige Bewegung anzunehmen so wie einen Fluss, der ständig weiterfließt und niemals anhält?  Spüre bitte für ein paar Sekunden in sich hinein. Wie reagiert es in dir auf die Sätze: „Das Leben ist ständige Veränderung. Nichts bleibt, wie es ist. Alles bewegt sich.“ ? Lösen diese Gedanken ein Unwohlsein aus? Oder sogar Angstgefühle?

Die Angst vor der ständigen Veränderung in unserem Leben löst bei den meisten Menschen Ängste aus. Dies hat nichts Natürliches an sich, sondern wurde von anderen Menschen übernommen. Wir lernen Angstprogramme zu übernehmen von Eltern und anderen Schlüsselpersonen und später bieten uns all die angstvollen Menschen um uns sowie die Massenmedien täglich Futter für die in uns gezüchteten Ängste an. Ein Kind, dessen Mutter oder Vater voller Ängste steckt, kann nicht sagen: „Mama, Papa, das sind eure Ängste, die behaltet mal schön für euch. Ich entscheide mich, anders zu denken über dies und jenes. Ich habe Vertrauen ins Leben.“

Ich lade jeden herzlich ein, sich solchen Ängsten zu stellen. Denn ein Leben in Angst ist kein menschenwürdiges Leben, auch wenn noch so viele Menschen so leben. Diese Ängste sind nichts Schlechtes; im Gegenteil: Sie sind dein Eintrittsticket in das Paradies, d.h. in ein Leben voller Freude, voller Vertrauen, voller Sicherheit. Für uns als Mensch gehören Ängste wie auch andere Emotionen (Wut, Ohnmacht, Minderwertigkeit, Schuld, Scham etc.) zu den zutiefst menschlichen Gefühlserfahrungen, für die wir hierher kamen als Mensch. Aber der Sinn unseres menschlichen Lebens besteht nicht darin, uns Tonnen solcher Gefühle aufzusacken und dann unglücklich und krank zu sterben – auch wenn das sehr viele Menschen zur Zeit tun. Alle Gefühle, wie auch unsere Ängste, sind als Durchgangsstationen gedacht. Unsere Ängste wollen bejahend gefühlt werden. Wir können ihnen mit Liebe begegnen und sagen: „Alle Ängste in mir dürfen jetzt da sein“.

Durch das „Nein“ zum Fluss des Lebens machen wir unser Leben ungeheuer anstrengend. Wenn du dir das Leben als großen breiten Fluss vorstellst, in dem sich die ganze Menschheit befindet, wo glaubst du, sind die meisten Menschen? Am Rand des Flusses, am Ufer und sie versuchen festzuhalten, anzuhalten, auszusteigen. Spür einmal hinein, wie anstrengend das ist – und wie sinnlos.

Wir weigern uns anzuerkennen, das, was gestern war, vorbei ist, endgültig vorbei. Ja, was vor einer Stunde war, existiert jetzt nicht mehr. Jetzt existiert etwas Neues. Alles bewegt, alles verändert sich ständig, jede Sekunde, jede Minute. Alles in deinem physischen Körper verändert sich, du veränderst dich genauso psychisch, dein Partner, deine Kinder, alle um dich herum verändern sich kontinuierlich – und du kannst nichts dagegen tun. Du kannst nur eins: Dies vollkommen zu akzeptieren und lieben zu lernen und dich selbst und die anderen in Liebe zu begleiten. Veränderung ist doch etwas Wunderbares. Es ist spannend, aufregend, wie eine Abenteuerreise.

Nur Gedanken der Angst können uns die Reise vermiesen, wenn wir sie unbewusst denken und sie nicht überprüfen. Gedanken wie: „Wer weiß, was morgen kommt?  Wer weiß, ob das gut geht? Früher war alles besser.  Schöner kann es nicht mehr werden.  Hoffentlich bleibt es jetzt endlich so. Hoffentlich verändert er/sie sich nicht.  Am Ende macht das Leben keinen Spaß mehr. Wenn ich sterbe, ist alles vorbei. Wir müssen alle mal sterben.“ Wer solche Gedanken glaubt, nährt damit die Ängste und verstärkt seinen Widerstand dem Leben gegenüber.

Wir sagen „Nein“ überall dort, wo das Leben uns zuruft: „Es geht weiter, meine Liebe, mein Lieber. Bewege dich, schau hin, richte dich neu aus, brich’ auf zu neuen Ufern. Lass das Alte los. Du bist ein Reisender.“

Wenn der langjährige Partner stirbt, schreit der Zurückgebliebene „Nein! Ich will nicht, dass er schon geht. Das ist schrecklich, dass er stirbt. Und das Alleinsein wird eine Qual.“ Und noch Jahre nach dem Abschied des Partners denkt der Hinterbliebene so.

Wenn der Sohn oder die Tochter älter wird und seine/ihre eigenen Wege geht, klammern ach so viele Mütter und Väter und wollen es nicht wahrhaben, dass ihre Kinder nicht wirklich ihre Kinder sind und dass sie weiterziehen müssen. Sie klammern und locken (z.B. mit einem Grundstück neben dem Elternhaus).

Wenn die Firma schließt, weil ihre Produkte nicht mehr attraktiv sind oder weil sie mit weniger Menschen auskommt, protestieren die Entlassenen dagegen. So hart eine Entlassung ist, so unsinnig ist es, die Firma oder die Manager zu verurteilen. Es trifft immer nur die Verurteilenden selbst. Das Leben geht weiter. Vor 30-40 Jahren wurde in Deutschland Kohle und Stahl gefördert bzw. erzeugt. Diese Zeiten sind fast vorbei. Ist das schlecht?

Ich lade dich ein, deine „Neins, deine Verurteilungen“ gegen das Leben aufzudecken und dir bewusst zu machen. Was kannst und willst du nicht hinnehmen oder annehmen? Was liebst du noch nicht in deinem Leben?  Wo liegst du im Widerstand, im Krieg mit dem, was zum Leben gehört? Wo stemmst du dich gegen Veränderungen? Wo schaust du rückwärts und bedauerst, haderst und grollst?

Das Leben, das für mich identisch ist mit Gott, lädt uns ein zu einer völlig neuen Haltung. Es sagt: „Erkenne, dass ich es nur gut mit dir meine. Erkenne, dass ich unzählige Geschenke für dich bereit halte. Lass dich fallen, vertraue mir und lass’ dich beschenken. Meine Geschenke kannst du aber nur dann empfangen, wenn du vertraust. Und nur dann, wenn du im Jetzt, in der Gegenwart, im Präsens ankommst und ganz bei dem bist, was jetzt ist, kannst du meine Präsente empfangen. Denk’ neu über mich. Ich will nur dein Bestes. Aber ich kann dich nicht dazu zwingen. Du musst mir schon ein wenig entgegenkommen…“ So spricht Gott = das Leben jeden Tag zu uns allen. Wann wollen wir hören?

Ich lade dich herzlich ein zu einem völlig neuen Denken über dich und das Leben. Mein Herz sagt mir, dass wir alle auf einer hochinteressanten Reise sind in diesem Körper, einer Reise aus Unbewusstheit in Bewusstheit, aus Unklarheit in Klarheit, aus Begrenzung in Ausdehnung, aus Abhängigkeit in Freiheit. Wir sind nicht Menschen, die hin und wieder spirituelle Erfahrungen machen, sondern wir sind von Natur aus göttliche, geistige = spirituelle Wesen voller Liebe, die auf einem mutigen Trip sind hier auf der Erde, um interessante menschliche Erfahrungen zu machen, insbesondere Emotionen zu erfahren. Niemand muss so etwas glauben und wer es (noch) als „Schwachsinn“ bezeichnet, darf das tun. Gott segne ihn.

Ich lade dich ein: Lass das Ufer des Flusses mutig los und schwimm in seine Mitte, da wo die Strömung kraftvoll ist und freu dich, dass du schwimmen kannst. Du wirst erkennen, dass der Fluss dich trägt, dass keinerlei Anstrengung notwendig ist. Und dass es herrlich ist zu leben.


Zum Schluss noch eine alte Geschichte, die zum heutigen Thema passt

Ein mächtiger König, der über viele Länder herrschte,
konnte sich den Luxus leisten,
weise Menschen zu gewöhnlichen Dienern zu haben.
Und dennoch fühlte er sich eines Tages ratlos
und rief seine Weisen zu sich.
Er sagte: „Ich weiß nicht warum, aber irgendetwas in mir
verlangt nach einem besonderen Ring,
einem Ring, der mir mein inneres Gleichgewicht zurück gibt.
So einen Ring brauche ich –
und er muss folgende Eigenschaften haben:
Wenn ich unglücklich bin, muss mich sein Anblick froh,
und wenn ich froh bin, muss er mich traurig machen können.“
Die weisen Männer und Frauen hielten Rat und dachten tief darüber nach.
Schließlich entschieden sie,
wie dieser Ring beschaffen sein müsse,
um dem Wunsch ihres Königs zu entsprechen.
Der Ring, den sie anfertigen ließen, trug die Aufschrift:
„Auch das geht vorüber.“ 

(nacherzählt von Osho in „Nicht bevor du stirbst“, Osho-Verlag)





   

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Robert Betz

Diplom-Psychologe, geb. 23. Sept. 1953 im Rheinland, lebt von November bis April in Herrsching am Ammersee und von Mai bis Oktober auf der griechischen Insel Lesbos, wo er zahlreiche Urlaubs-Seminare durchführt und organisiert. Seine Arbeit umfasst die Durchführung von Seminaren im In- und Ausland, die Ausbildung von Therapeuten und viele Vorträge, die er im Winterhalbjahr in Deutschland hält. Seine Arbeit ruht auf einer christlich-spirituellen Grundhaltung, sein zentrales Thema und Anliegen ist es, die Menschen daran zu erinnern, daß sie von Natur aus göttliche Wesen voller Liebe sind und sie zu unterstützen, Frieden, Freiheit, Freude und Gesundheit, kurzum ganzheitliches Lebensglück zu erschaffen und aus "alten Schuhen" auszusteigen.



Robert Betz
Diplom-Psychologe

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