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Unglaubliche Erlebnisse am Rande des Todes
Text und Interview mit Michael Nahm von Corinna Schindler
Gehirn und Geist haben kein exaktes 1:1 Verhältnis
Dr. Michael Nahm beschreibt die beeindruckendsten Fälle von „Terminaler Geistesklarheit“ und versucht eine erste Erklärung für eines der ungewöhnlichsten und bisher kaum erforschten Gebiete der modernen Geisteswissenschaft. „Wenn die Dunkelheit ein Ende findet“ ist ein einzigartiges Dokument über die Macht des Geistes über die Materie.
                  
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Es gibt deutliche Indizien, dass zwischen Gehirn und Geist kein exaktes 1:1 Verhältnis besteht - entgegen der gängigen Lehrmeinung. Z.B. werden bei Menschen mit schweren Gehirnkrankheiten, abgesehen von bestimmten körperlichen und kognitiven Funktionsausfällen, weder die Persönlichkeit noch das Gedächtnis beeinträchtigt! Wenn aber ein Teil des Geistes unabhängig vom Gehirn funktionieren kann, warum sollte das unter gegebenen Umständen dann nicht auch der gesamte Geist können?

Das Buch ist die erste umfassende Studie über eines der geheimnisvollsten Phänomene der Seele – die „Terminale Geistesklarheit“. Es beschreibt die Erfahrung mit Menschen, die jahre- oder jahrzehntelang im Koma lagen oder unter nahezu vollständiger, irreparabler Gehirnschädigung litten, bis sich kurz vor ihrem Tod etwas Unglaubliches ereignet. Plötzlich, nach schier endloser geistiger Umnachtung, setzen sich diese Menschen auf, sind geistig völlig klar, gewinnen ihre alten harmonischen Gesichtszüge zurück und richten an die völlig verblüfften Verwandten oder Familienmitglieder eine letzte Botschaft mit wichtigen persönlichen Nachrichten. Dann legen sie sich entspannt und offenbar ganz mit sich im Reinen zurück – und verlassen ihre physische Hülle.

Corinna Schindler führte das folgende aufschlussreiche
Interview mit Michael Nahm, dem Autor des Buches

Wenn die Dunkelheit ein Ende findet. Terminale Geistesklarheit und andere Phänomene in Todesnähe


1) Wie kommt es, dass selbst Alzheimer-Patienten, die manchmal seit Monaten oder Jahren ihre engsten Familienangehörigen und Pfleger nicht mehr erkannt haben, kurz vor ihrem Tod wieder dazu in der Lage sind?

Das ist eine sehr spannende Frage. Letztlich kommen nur zwei Erklärungsansätze in Frage: Entweder, das Gehirn war noch nicht sehr zerstört, so dass durch eine Panikreaktion des Gehirnstoffwechsels die verbauten Zugänge zum Gedächtnis wieder frei geworden sind. Oder es kommen hier geistige Einflüsse ins Spiel, die letztlich nicht in einem 1:1 Verhältnis mit der Gehirnmaterie stehen. Ich glaube, dass hier die zweite Möglichkeit die Wahrscheinlichere ist, denn es gibt auch aus einigen anderen Forschungsbereichen ernstzunehmende Hinweise darauf, dass unser Gedächtnis letztlich nicht im Gehirn angelegt ist.

2) Ist erklärbar, wie sich kurz vor dem Tod der körperliche Zustand mancher Kranken oder Sterbenden plötzlich zum Guten hin gewendet hat, bis hin zum Verschwinden bestimmter Krankheitssymptome?
Mit der herkömmlichen Schulmedizin sind derartige Phänomene genau wie viele andere Spontanheilungen meines Erachtens nicht erklärbar. Für mich spricht auch hier einiges dafür, dass geistig-psychische Einflüsse in das Körpergeschehen eingreifen. Allerdings würde ich dies noch nicht als „Erklärung“ bezeichnen. Das menschliche Geistesleben, der menschliche Organismus sowie ihr wechselseitiges Zusammenspiel sind derartig faszinierend und komplex, dass es mir oft scheint, wir werden dies alles mit unserer verhältnismäßig einfach gestrickten Verstandeslogik nicht vollständig erklären können.

3) Dass Nahtod-Erfahrungen oder auch Zustände von Scheintod manchmal erstaunliche körperliche Veränderungen mit sich bringen, ist seit langem bekannt. Der Zustand des Scheintodes scheint manchmal heilende Kräfte zu besitzen. Ist das nicht paradox?
Das erscheint nur von einer materialistisch ausgerichteten Sichtweise paradox. Wenn man jedoch davon ausgeht, dass unser Körper in einer geistig-psychischen Hintergrundrealität verwurzelt ist, verschwindet dieses Paradoxon. Denn in Todesnähe könnte der Mensch verstärkt in diese Hintergrundrealität eintauchen. So könnten dann sowohl der Körper als auch der Geist eine unerwartete Spannkraft und Vitalität erfahren, und wie mit frischer Energie aufgeladen werden. Letztlich geschieht beim „kleinen Bruder“ des Todes, dem Schlaf, etwas ganz Ähnliches.

4) Warum erfolgt das Auftreten der „Terminalen Geistesklarheit“ fast immer in der letzten Woche, in rund der Hälfte der Fälle sogar am letzten Lebenstag?
Für die Fälle, in denen „Terminale Geistesklarheit“ kurz vor dem Tod auftritt und offenbar mit zerstörten Gehirnen einhergeht, würde die einfachste Erklärung lauten: Je näher der Mensch am Tode ist, umso mehr ist die Bande zwischen dem Geist und der behindernden Körpermaterie gelöst. In solchen Fällen könnte sich der Geist oder die Seele manchmal trotz des zerstörten Gewebes kundtun. Bei Fällen, in denen sich die geistige Verfassung im Laufe vieler Wochen langsam geklärt hat, wie z.B. bei den Fällen von Schizophrenie-Patienten, könnte dies zwar ebenfalls zutreffen, aber hier sollte man auch besonders offen bleiben für rein psychologische und körperliche Erklärungsmodelle.

5) Äußert sich die „Terminalen Geistesklarheit“ unterschiedlich bei Krankheiten wie Schizo-phrenie oder Alzheimer?
Siehe Frage 4. Ja, bei chronischer Schizophrenie kann sich der Prozess der geistigen Aufhellung auch über Wochen und Monate hinziehen. Das ist bei Alzheimer-Patienten oder bei Patienten mit Gehirntumoren nicht zu erwarten. Hier tritt „Terminale Geistesklarheit“ immer relativ plötzlich und kurz vor dem Tod auf.

6) Wolfgang Prinz, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, meint: „Vielleicht kann man nach dem Sitz des Bewusstseins im Gehirn gar nicht so suchen wie nach dem Sitz der Sprache oder des Sehens. Was die Beziehung zwischen Gehirnprozessen und Bewusstsein betrifft, wissen wir de facto also nicht einmal, wie wir die Frage genau stellen sollen.“ Bedeutet das, dass Seele und Hirn nicht miteinander verquickt sind?
Gehirn und geistige Prozesse sind sicher sehr eng miteinander verquickt. Das zeigen zahllose Untersuchungen der Gehirnforschung und natürlich auch der Drogengenuss. Die Frage ist nur, auf welche Weise sie verquickt sind. Produziert das Gehirn das menschliche Geistesleben aus seiner Chemie heraus, oder fungiert das Gehirn vielmehr als eine Art Filter oder Scanner, der die Eindrücke unserer Umwelt einer unabhängig existierenden Seele ordnet und für die Alltagswelt verwertbar macht? Ich denke, es spricht Vieles für die letztere Variante, darunter die von Prinz angesprochenen Problematiken.

7) Glauben Sie, dass es eine sichtbare Seele gibt? Carla Wills-Brandon, eine Therapeutin, die sich seit langem mit den Themen Tod und Trauer auseinandersetzt, sagt: „Zahllose Hospizangestellte haben etwas beobachtet, was sie für die Seele hielten, die im Moment des Todes den physischen Körper verlässt.“
Ich vermute, dass in diesen Fällen eine Wahrnehmungsweise ins Spiel kommt, die nicht auf dem üblichen Sehprozess beruht. Das Wahrnehmungsvermögen der Menschen zählt für mich zu den tiefsten Geheimnissen des Lebens. Womöglich ist hier immer ein Anteil dabei, der sich nicht rein biochemisch erklären lässt. Normalerweise fällt dieser Anteil nicht auf, aber in solchen Momenten ist er stark vergrößert und man kann plötzlich Dinge wahrnehmen, die man sonst nicht wahrnehmen kann.

8) Viele denken, dass „Terminale Geistesklarheit“ das „letzte Aufflackern der Seele“ ist. Sie aber, dass es sich im Gegenteil um das „erste“ Aufflackern der ureigensten Fähigkeiten der Seele auf ihrem Weg in ihre eigentliche und angestammte Heimat handelt.“ Was meinen Sie damit?
Es gibt viele Hinweise darauf, dass der Mensch aus mehr besteht als aus dem, als das wir uns normalerweise wahrnehmen und morgens im Spiegel sehen. Jeder Mensch scheint in einer geistig-psychischen Hintergrundrealität zu wurzeln und besitzt eine verborgene Existenz, von der unsere wachbewusste Persönlichkeit nur die Spitze des Eisbergs ist. Diese tiefere Seinsebene halte ich für unseren Lebensquell und unsere eigentliche Heimat. Nach allem, was wir von Nahtod-Erfahrungen und Todesnähe-Visionen wissen, tauchen wir beim Sterben wieder dort ein.

9) Neben den Nahtod-Erfahrungen gibt es noch Visionen, die in Todesnähe erlebt werden. In den USA wurden dazu die bislang einzigen größeren Studien durchgeführt (Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf die erste Studie von Osis, es gab noch eine zweite Studie). 2,5% von schätzungsweise 35.540 Menschen, also 884, hatten eine Todesnähe-Visionen. Trotzdem ist das Phänomen fast unbekannt.
Dies scheint daran zu liegen, dass Todesnähe-Visionen von Schulmedizinern und Psychologen sehr schnell in die Schublade der Halluzinationen gesteckt werden. Auch in der Allgemeinbevölkerung hält sich das Interesse an Todesnähe-Visionen in Grenzen, es ist zu halluzinationsverdächtig. Wenn man sich allerdings die Mühe macht, die verfügbare Literatur unvoreingenommen zu lesen, und wenn man vor allem persönlich mit Betroffenen spricht, so scheint die Halluzinations-Hypothese doch recht fragwürdig.


10) Ein charakteristischer Bestandteil von sowohl Nahtod-Erfahrungen als auch von Todesnähe-Visionen ist eine rätselhafte, unbeschreiblich schöne und sphärische Musik. Mit welcher Art Phänomen hat man es hier zu tun?
Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage. Vor allem, da diese Musik auch von verschiedenen Personen, die sie gemeinsam und zugleich hören, verschieden erlebt werden kann. Ich denke daher, dass dieses Phänomen sowohl objektive als auch subjektive Komponenten enthält. Mir scheint es so, als ob in diesen Fällen so etwas wie die subjektiv überformte „seelische Essenz des Hörens“ aktiviert wird – in ganz ähnlicher Weise, wie die unbeschreiblich hellen und schönen Licht- und Farbeindrücke, die von Nahtod-Erfahrungen und Todesnähe-Visionen geschildert werden, so etwas wie die „seelische Essenz des Sehens“ darstellen könnten.

Überspitzt formuliert: Hier badet die heimkehrende Seele in den Essenzen ihrer angestammten Wahrnehmungsweisen. Doch könnte diesen Wahrnehmungen zudem eine reale Qualität der tieferen Seinsebene zugrunde liegen, die sich auf diese Weise mit dem in sie eintauchenden Subjekt verbindet.

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