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Kleine Taten. die man ausführt, sind besser als große, die man plant.


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Wenn Sie erkennen, wer Sie sind, sind all diese Probleme gelöst
Interview von Devasetu W. Umlauf mit Madhukar
Madhukar ist ein Satsang-Lehrer in der Tradition von Ramana Maharishi und Sri H.W.L. Poonja. In seinen Satsangs stehen Fragen nach der Konzeption unseres Ichs, der Existenz persönlicher Handlungs- und Willensfreiheit, der Beziehung zwischen Körper und Geist sowie der Erfahrbarkeit kosmischen Bewusstseins im Mittelpunkt.
                  
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Frage: Wer schon einmal in Asien oder Afrika gewesen ist, weiß, dass die Menschen hier in Europa in materieller Hinsicht sehr reich sind. Trotzdem beklagen sie sich, sind unzufrieden, pessimistisch, sogar depressiv…
Madhukar: Welche Menschen? Doch nicht hier im Satsang! Die Menschen hier sind positiv, euphorisch, liebevoll. Sie applaudieren dem Selbst. Also bei uns im Westen gibt es auch freudige Menschen, wie wunderbar! Wo immer ich hinkomme, sind die Menschen freundlich, sie atmen durch, sie wachen auf.

Frage:
Im Allgemeinen trifft man aber oft auf eine negative Sicht aller Dinge. Ist das ein Nebenprodukt des „Ego“, das immer mehr will?
Madhukar: Traditionell wird das „Ego“ als ein Knoten bezeichnet. Das Denken von negativ eingestellten Menschen ist negativ verknotet: Da herrscht ein verkrustetes Denkbild vor, durch das negativ wahrgenommen wird. Durch Ignoranz, durch Unwissenheit, eben


Quelle: Madhukar
nicht zu wissen, wer ist, kommt es zu diesen verhafteten, negativen Ausrichtungen. Man könnte das klassisch als einen Knoten zwischen dem Körper und dem Selbst bezeichnen. Bisher wurde jedem, der konsequent untersuchte klar, dass dieses Ego eingebildet ist, jedem der ergründete: „Wer bin ich?“
Da immer mehr Menschen zu den Meetings mit Madhukar finden, besteht Grund zur Hoffnung und ich habe großes Vertrauen, dass sich dieses Wirken der Stille und Liebe mehr und mehr ausbreitet. Satsang ist ja mittlerweile ein gesellschaftliches Phänomen.

Frage: In Deutschland gilt Sicherheit als etwas sehr Erstrebenswertes. Worin liegt Ihre Sicherheit?
Madhukar: Eines ist sicher: Ich bin frei! Ansonsten gibt es keine Sicherheit, auch nicht für „meinen“ Körper. Im Gegenteil: Es ist sicher, dass dieser Körper ein Ende haben wird! Ich bin mir übrigens sicher, dass wir Spaß und Freude bei diesem Interview haben werden, und das ist für mich ausreichend.

Frage: In der Wirtschafts- und Arbeitswelt herrscht oft Missgunst, Habgier, Besserwisserei und Mobbing. Muss ich erst in meinem Arbeitskollegen und in meinem Chef mein eigenes Selbst erkennen, um in Harmonie arbeiten zu können?
Madhukar: Viel besser ist es, sich als das Selbst zu erkennen. Wenn Sie erkennen, wer Sie sind, sind all diese Probleme gelöst.

Frage: Wenn ich das Selbst in mir erkenne, dann erkenne ich es auch in meinem Chef und dann brauche ich nicht mehr gegen ihn anzukämpfen.
Madhukar: Wenn wir von „dem anderen“ sprechen, ist da schon Trennung, und wir haben die Neigung immer im anderen etwas zu sehen; wir sehen etwa Missgünstiges oder wollen den anderen zu etwas Gutem anhalten. Viel besser ist jedoch die Ausrichtung auf das Selbst. Warum heißt das Selbst „Selbst“ und nicht „Uns“? Ich kann nur eines empfehlen: Ergründen Sie, wer sie sind! Zuerst muss das Subjekt erkannt werden, dadurch wird die Person demaskiert – zuerst die eigene und dann natürlich auch die der „anderen“, denn das sind Projektionen der eigenen Person.
Mein Meister Papaji sagte öfters: „Schönheit sieht Schönheit, Hässlichkeit sieht Hässlichkeit, Arroganz sieht Arroganz.“ All das sind Aspekte der Person, auch die Schönheit, insofern kann ich nur wieder darauf hinweisen, dass die Menschen ergründen sollen, wer sie hinter ihrer Person wirklich sind. Dann fallen diese möglichen Spannungen in den Arbeitsverhältnissen von ganz alleine weg. Der Erwachte sieht überall nur das Selbst unabhängig davon, ob er seinen Vorgesetzten oder Untergebenen vor sich hat. Das bedeutet nicht, dass Sie eine Rolle nicht mehr ausfüllen können. Jeder spielt und lebt die ihm zugedachte Rolle, so wie Sie im Moment den Interviewer. Sie lassen sich nicht durch meine Scherze aus der Ruhe bringen, Sie erfüllen Ihre Funktion, weil Sie wissen, dass Sie darüber nicht wirklich Kontrolle haben und Ihnen wird früher oder später klar: das Göttliche strömt durch uns. Es gibt keine Sicherheit; wir wissen nicht, ob wir nicht morgen schon zum Friedhof geschoben werden. Es liegt nicht in unserer Hand. Wir können uns jeder Situation entsprechend verhalten, aber Sicherheit gibt es nicht. Wen sollte das erschrecken? Nur das Ego lässt sich dadurch erschrecken, weil es dem Körper und Geist verhaftet ist. Das Selbst kennt keine Furcht und kein Streben nach „Sicherheit“.
Haben Sie versucht, in Ihrem Chef Ihr Selbst zu sehen?

Frage: Ich bin ein Mensch, der gerne auch dient und Anweisungen entgegen nimmt, besonders wenn sie klar und eindeutig sind. Ich bin gerne im Fluss und muss nicht, nur weil die Anweisung von meinem Chef kommt, alles hinterfragen und kritisieren. Ich habe Vertrauen und ich weiß, dass mein Chef seine Gründe hat für sein Handeln und dass er als Teil des Ganzen nur in der ihm entsprechendem Weise handeln kann.
Madhukar: Ich sehe, Sie sind einer der seltenen weisen „Mitdiener“. Wäre ihrer Einstellung weiter verbreitet, dann sähe es in diesem Lande anders aus, denn Deutschland ist geprägt durch Widerstand gegen diesen Fluss, von dem Sie sprechen. Auch durch Widerstand gegen nötige ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen, gegen Fülle und Lebensfreude, Friede und Reichtum. Dieser Widerstand ist überflüssig, es ist besser zu fließen. Durch Widerstände gehen soviel Kraft und Energie verloren, ganz unnütz. Alle Menschen könnten ein blühendes, goldenes Land genießen, anstatt gegeneinander zu kämpfen, missgünstig zu sein und schlecht über andere zu sprechen.
Es gibt auch so etwas wie „Guru-Mobbing“. Sollte ich deswegen leiden, wenn ich gemobbt werde?

Frage: Das Selbst kann nicht leiden.
Madhukar: (lacht) Genau das ist das Problem. Die Menschen leiden hingegen, wenn sie gemobbt werden?

Frage: Ja, weil sie sich als Opfer sehen.
Madhukar: Und es nicht als Chance sehen. Offensichtlich ist der Mobber einem starken Leidensdruck ausgesetzt, denn warum sollte er sich sonst so verhalten?

Frage: Stimmt es, dass ein naher, persönlicher, freundschaftlicher Kontakt zu seinen Guru für den Suchendem eher hinderlich ist?
Madhukar: Ein naher Kontakt auf keinen Fall, und wirkliche Freundschaft auch nicht, denn das ist dasselbe wie „Friedensschaft“. Falsche Kumpanei mag hinderlich sein.

Frage: Ich habe die Aussage gehört, dass es für den Suchenden schwerer wird, wenn er in einem persönlichen Verhältnis zu dem Meister steht, weil dann von ihm mehr Bewusstheit gefordert ist.
Madhukar: Wenn wir schon von einem Verhältnis sprechen, dann besser über das Verhältnis von Selbst zu Selbst als von Person zu Person. Was Sie ansprechen, das mag der Grund dafür sein, dass ich zurzeit im Gespräch mit den Menschen hier in Deutschland die Anrede „Sie“ benutze, weil es den Menschen mehr dient, auch wenn es von meiner Seite her nicht nötig wäre. Die förmliche Anrede enthält diese würdevolle, respektvolle Ausrichtung auf das Selbst, gerade weil ich mit vielen Menschen sehr nahen und freundschaftlichen Kontakt habe, ganz „ungurumäßig“.

Frage: Sie bieten im Winterhalbjahr Meetings und Retreats in Indien und Nepal an. Kommen dorthin hauptsächlich Menschen aus dem Westen oder überwiegend Einheimische? Und reagieren dort die Menschen anders auf die Stille, die in Ihrer Präsenz so leicht wahrnehmbar ist?
Madhukar: Überwiegend Westler, aber auch Einheimische. Letzten Winter beim Retreat in Tiruvannamalai wollte ein indischer Swami des Ashrams gar nicht mehr aus dem Satsang weggehen. Es geschieht ein wunderbarer, reger Austausch. Oft findet der Satsang im Freien statt und Passanten, lokale Inder, setzen sich zu uns. Mir ist es selbst mysteriös, aber am Arunachala, wirkt die Stille noch stiller. Das mag an der Ausstrahlung des Berges liegen. Ich bin sehr gerne in Indien, ich bin dort zu Hause. Den Menschen aus dem Westen tut

Quelle: Madhukar
es gut dort zu sein, auch weil sie ihre Alltagssituation hinter sich lassen. Ich möchte jedoch klarstellen, dass es nicht um Indien oder Nepal, dem Geburtsland Buddhas, geht, nicht um eine besonders spirituelle Energie abhängig vom Umfeld, sondern dass auch hier im Westen Wahrheit ist. Es macht keinen Unterschied. Auch hier in Europa sind die Retreats sehr intensiv. Jeder ist willkommen, der selbst ergründen will. Es ist eine falsche Annahme, dass die Menschen in Indien oder in Afrika automatisch glücklicher sind. Man trifft in diesen Regionen auf eine große menschliche Tiefe, aber auch dort leiden die Menschen oder bilden sich ein zu leiden.

Frage: Ramana Maharshi liebte den als heilig verehrten Berg Arunachala in Südindien, an dessen Fuß er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, über alles. Können Sie etwas über das Phänomen dieses Berges sagen? Kann ein Berg erleuchtet sein?
Madhukar: Ja, dieser Berg ist Shiva selbst – das ist gar kein Berg! Wenn Menschen erleuchtet werden können, warum dann nicht auch ein Berg? Jeder, der einmal dort war, stellt fest, dass es ein ganz besonderer Ort ist, Ramana ist immer noch dort! Dieses Phänomen möchte ich als klanglosen Klang beschreiben. Als vibrationslose Vibration, sehr still und dem Erwachen sehr dienlich. Ganz zweifelsfrei: Der Arunachala ist ein sehr günstiger Ort, mein Meister Papaji erwachte dort in der Präsenz Ramana Maharshis.

Frage: Ist Ihnen der Begriff Indigo-Kinder bekannt? Werden jetzt wirklich Kinder mit ganz besonderen Fähigkeiten geboren oder ist das eine esoterische Mystifikation?
Madhukar: Ich bin nur am Rande über diesen Begriff informiert. Einerseits sollen dies ganz wunderbare Kinder sein, andererseits schwer erziehbar und oft auch aggressiv.
Fragender: Sind nicht alle Kinder wunderbar?
Madhukar: Da kann ich nur zustimmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Selbst jetzt so etwas wie einen kleinen „Fehler“ macht, und ungute Kinder zur Welt kommen. Vielleicht durchleben diese Kinder eine kurze Phase von Rebellion.
Ich war wohl auch ein Indigo-Kind, so eine Art Vorläufer, ein Testlauf. Ich habe da völliges Vertrauen in die Existenz.

Frage: Wie sollte Ihrer Empfehlung nach ein Suchender damit umgehen, wenn er oder sie den Satsang eines – wie Sie es nennen – Diener der Wahrheit schätzt, aber dessen Verhalten oder Lebensweise außerhalb des Satsangs nicht richtig findet?
Madhukar: So wie ich damit umgegangen bin: Ich habe geschaut, ob das aus der Wahrheit kommt oder aus meiner eigenen personalen Prägung, denn der Geist wird immer etwas Trennendes finden. Darum gilt es zu ergründen, wer ist. Ich konnte sehen, dass es meine eigene Projektion war, ein Überbleibsel aus meiner Vergangenheit, darum habe ich das nicht weiter verfolgt. All das mag der Ergründung dieses Suchenden dienen. Manchmal ist eine gewisse Provokation hilfreich, auch ein Verstoß gegen diese Ideen, wie ein Diener der Wahrheit zu sein hat. In Wirklichkeit kann ein Nichterwachter nie beurteilen, wie ein Erwachter ist. Das ist nicht möglich. Der Erwachte ist nicht beurteilbar. Vertrauen wir darauf, dass auch das der Wahrheit dient.
Diese Provokationen dienen auch als eine Art Selbstreinigungskraft des wahren Satsangs. Der ist nicht darauf ausgerichtet ist, jeden als Schäfchen einzukassieren, sondern ist auf Erwachen ausgerichtet, auf die Erkenntnis des wahren Selbst, nicht auf einen Zulauf von Menschenmassen. Wenn trotzdem immer mehr zum Satsang kommen, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Menschen nicht von ihren eigenen Werturteilen abschrecken lassen, sondern mehr und mehr ergründen, was wirklich ist und wer sie sind. Ich gebe den Menschen auch keine Ratschläge zu ihrer Person, außer sie wünschen das ausdrücklich, weil es nicht um die Person geht. Was der eine negativ beurteilt, ist für den anderen sehr inspirierend. Alles ist Gnade. Was sucht ein Mensch, der Öffnung vermeidet im Meeting der Wahrheit? All die Ideen, die Urteile und Konzepte, insbesondere die spirituellen, müssen verschwinden und werden verschwinden, wenn Sie sich wirklich auf Ihr wahres Selbst ausrichten. In dieser Selbstergründung bleibt nur das Selbst. Die Formen des Selbst sind wunderbar. An Ihrer Person habe ich nichts auszusetzen – sie ist wunderbar, und an Ihrem Selbst schon gar nicht! Da ist immer flutendes, ewiges Sein. Nur darauf verweist ein Diener der Wahrheit und nicht darauf, wie die Person aussehen sollte und was sie an sich noch verändern sollte. Darauf verweisen Lehrer, und das hat nichts mit Wahrheit zu tun. In der Selbstergründung geschieht alles Weitere von selbst.

Frage: Was können Sie zu den jetzt so beliebten Familienstellen-Gruppen und -Therapien sagen? Halten Sie es mit Jesus, der gesagt haben soll: „Ich habe keinen Vater und keine Mutter“?
Madhukar: Ich bin über das Familienstellen nicht genau informiert. Ich habe allerdings Leserbriefe mit sehr unterschiedlichen Meinungen über den Begründer gelesen. Seine Arbeit scheint sehr polarisierend zu sein, was man als positiv ansehen könnte.
Ich habe ein liebevolles Verhältnis mit meinen Eltern, auch ohne Familienstellen, obwohl ich als Kind und Jugendlicher gegen alle Vorschriften im Familienbereich rebelliert und verstoßen habe. Jetzt habe ich eine wunderbare, gnadenreiche Verbindung mit meinen Eltern. Wie Christus habe ich keinen


Quelle: Madhukar
Vater und keine Mutter, seit vielen Jahren existieren sie im traditionellen Sinn nicht mehr als solche für mich. Hier im Satsang ist meine Familie. Mit diesen Menschen lebe ich. Lange Zeit habe ich meine Eltern nur selten gesehen. Jetzt, wo sie im hohen Alter sind, besuche ich sie wieder öfter, und ich schätze es sehr mit ihnen zu sein und bin sehr willkommen. Diese ursprüngliche, familiäre Verbindung ist allerdings schon lange weg geschmolzen. Mein Vater, ein Segen für Tausende von Menschen, ist ein guter Freund und ebenso meine Mutter wunderbares Selbst.
Heute habe ich, sehr polarisierend, einer Satsang-Teilnehmerin gesagt, dass ohne ein liebevolles Verhältnis zu ihrer Mutter Erwachen nicht möglich ist. Wie kann ein Mensch erwachen, der in Unfrieden ist mit dem Kanal, durch den er körperlich erschienen ist? Man sollte seine Mutter respektieren, akzeptieren und lieben.
Aus meiner Erfahrung heraus klärt Selbstergründung alles. Für Menschen, die sich nicht von Selbstergründung angezogen fühlen, können diese Therapien vielleicht gut sein, das kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich diese Lehre zu wenig. In der Selbsterkenntnis lösen sich alle scheinbaren Probleme auf.

Frage: Im Satsang geht es um Stille und Wahrheit. Trotzdem wird im gewissen Sinne auch etwas „verkauft“, weil die Menschen dafür bezahlen müssen, in Ihrer Gegenwart zu sein. Wie sehen Sie die geschäftliche Seite dessen, was Sie machen?
Madhukar: Positiv! Jahrelang habe ich Satsang auf Spendenbasis gegeben. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich dachte, warum soll ich mit meiner Arbeit, die ich damals noch neben dem Satsang ausübte, das Erwachen anderer Menschen finanzieren? Ich habe, wie man sagt, „hart“ gearbeitet, um meine Satsangreisen zu finanzieren. Es war dann einfach stimmiger, für den Satsang und seine aufwendige Organisation einen Beitrag zu verlangen. Hier im Westen wird schließlich Respekt mit Geld verbunden, ohne diese materielle Komponente haben die Menschen leider selten Respekt. Traditionell war es so, dass ein Suchender, wenn er seinen Guru findet, ihm alles gibt. Der Guru braucht das Materielle nicht, er wird nur beanspruchen, was er zum Leben benötigt. Der Tradition nach dient der Schüler seinem Guru zwölf Jahre, verrichtet auch die einfachen Arbeiten, putzt sogar seine Toilette. Ich weiß nicht, inwieweit die Menschen dazu jetzt noch bereit wären. In Indien geht niemand zu seinem Guru ohne ein Geschenk. Die Menschen gehen hier zu ihrem Meister und erwarten ewiges Leben. Was ist ihr Geschenk? Sie sind nicht bereit, sich selbst zu geben, ihre Leiden, ihre überflüssigen Gedanken abzugeben. Sie sind nicht bereit, etwas zu tun. Sie kommen zum Satsang, wollen aber nicht helfen, weil sie sich nicht zu sehr binden möchten. Sie, Devasetu, haben da eine andere Einstellung, Sie sind hier und dienen den Menschen.
Dass wir einen finanziellen Beitrag für die Teilnahme am Satsang verlangen, ist eine klare Sache, die niemanden weiter verpflichtet und dem bei uns üblichen entspricht. Es hat weiterhin den positiven Effekt, dass Menschen, die gerne nörgeln oder stören wollen, die den Satsang als kostenlose Unterhaltung ansehen, jetzt fernbleiben. Menschen, die wirklich nicht dazu in der Lage sind zu bezahlen, werden nicht abgewiesen. Wer nicht genug aufbringen kann für ein Meeting oder ein Retreat, sollte das begründen und dann wird ein Weg gesucht, um ihm die Teilnahme trotzdem zu ermöglichen. Ich bin damit in Frieden wie es gehandhabt wird.

Frage:
Ich danke dir für dieses Interview.
Madhukar: Ich danke dir.
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