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Im Land der Erleuchtung
Ilona Selke
Indien! Das Land der Yogis, der Heiligen, der Sadhus, der mystischen Erfahrungen, der Erleuchtung! Dieses Land hatte mich schon lange in seinem Bann. Ich war in Benares angelangt und ein junger Inder ruderte mich langsam an den Ufern des heiligen Ganges entlang.

Die große, rote Sonnenscheibe erhob sich gemächlich über den Horizont und badete Benares in ihrem uralten Licht, während tausende von Indern sich zur Morgenwäsche in diesen heiligen Fluss begaben. Dies war die berühmte Stadt, in deren Nähe Buddha seine ersten Lehren gegeben hatte.
            
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Manch ein Pilgerer hatte eine lange Reise hinter sich und fand nun Erlösung in dem Glauben, von Karma befreit zu sein, sobald er hier in Benares im Ganges gebadet hatte. Andere erreichten diesen heiligen Ort erst nach ihrem Tod und ihre Asche wurde in den Fluss gestreut, in der Hoffnung und Erwartung, dass von nun ab ihre Seele frei war.

Vom Ufer aus hatte mich ein Westler vom Vorabend wiedererkannt, und rief mir winkend eine Erinnerung zu, dass ich diesen Moment zur Erleuchtung benutzen sollte, anstatt mit dem jungen Inder zu reden. Oder vielleicht sollte ich das heilige Wasser des Ganges berühren, in der Hoffnung, von nun an selbst erlöst zu werden?

Auch wenn tausende von Menschen um mich herum durch Rituale versuchten, frei zu werden, so regte sich meine innere Stimme: „Nicht durch Rituale wird deine Seele frei. Freiheit erreicht man nur durch das immer stärker werdende innere Erwachen der Seele.“

Den Seelenkern zu erwecken, zu stärken, oder gar Erleuchtung zu erlangen, ist für die meisten Menschen ein Traum, der eher wie ein Schmetterling ist, den man nicht fangen kann. Aber innerlich erahnen wir dennoch die Tiefe und Kraft die in unserer Seele wohnt, und wir wünschen uns, sie wahrnehmen zu können. Wie aber können wir diese Seelenkernkraft tatsächlich selber spüren?

In meinem Buch "Frei wie ein Delfin" beschreibe ich, wie bewusste Begegnungen von Seele zu Seele uns dienen können, unsere Seelenkraft gemeinsam zu entfalten.
In Vorträgen und Seminaren weltweit habe ich von tausenden von Menschen immer wieder gehört, dass sie auf den geleiteten Fantasiereisen und tatsächlichen Erlebnissen der Seelenbegegnung, in denen sie sich mit einer oder mehreren anderen Seelen in die Einheit begaben, sei es mit Engeln, Delfinen, oder Menschen, die sie kannten,  sie immer und immer wieder die gleichen archetypischen Bilder und Energien erlebten:

Sie nahmen war, wie sie zusammen mit der Seele eines anderen Wesen, wie auf einer Spirale aufwärtssteigend, immer lichter wurden. Sie erlebten meistens, dass die Lichtfunken ihrer Seelen sich in einer Art DNA Spiraltanz umeinander bewegten bis ihre Seelen sich letztlich in dem Nullpunkt allen Seins, in der Einheit, trafen, und sie in die Welten der Göttlichkeit eingingen.

„Stille, Ekstase, zu Hause ankommen, in Gott aufgehen, in der Ewigkeit sein, Erleuchtung“ sind gewöhnlich die Worte, mit denen sie mir ihre Erlebnisse beschreiben.

In manchen Buddhistischen Zweigen wird die Vereinigung zweier (oder mehrerer) Seelen als die schnellste Methode der Bewusstseinsentfaltung anerkannt, die zur Erleuchtung führen kann. Jedoch können in der dualen Welt, der Welt von Form und Ideen, keine zwei Objekte, selbst Gedanken nicht, in einem einzigen Raum vereinigt werden. Die Gesetzmäßigkeit der Dualität schließt dieses aus.

Unsere Seelenkerne allerdings erlauben uns dieses Paradox zu erleben, da die Seele im Urkern aus der Einheit kommt.
Jeder von uns hat sich sicher schon einmal verliebt. Gewöhnlich wollen wir uns bald auf allen Ebenen miteinander vereinigen, ineinander eindringen, und erleben meist die tiefsten Gefühle von Liebe in den Momenten, in denen wir uns scheinbar völlig auflösen.

Die Vereinigung unserer Seelen allein erlaubt es uns durch den Zenit des Seins in die göttliche Ekstase zu steigen, und ist ein heiliges Tor, das uns die göttliche Einheit erleben lässt.
Der Wunsch nach Vereinigung ist überall im Prinzip des Lebens eingebettet und wir alle spüren diesen Sog in unseren Zellen und Herzen, wie auch in unseren Seelen. So viele Menschen sehnen sich nach ihrem Seelenpartner.

Alle Aspekte der Schöpfung suchen sich zu vereinen. Auf der physische Welt führt dieser Drang meist zur Fortpflanzung.
Wenn wir uns allerdings im wachen Seelenbewusstsein begegnen, erleben wir ebenso den Drang in die Einheit, dieses Mal allerdings in einer anderen Dimension. Anstatt zu versuchen die physischen Körper zu vereinen, fangen die meisten Meschen an, den Spiraltanz ihres Seelen-DNA miteinander im Licht wahrzunehmen. Dieser Tanz katapultiert uns letztendlich in tiefe Erfüllung, durch die Pforte des Nullpunktes, in die Ewigkeit.

Dieser Tanz verlangt von uns, dass wir unsere Augen jenseits des Ego-Bewusstseins öffnen lernen. Das Ego gibt sich selbst nicht gerne hin, schon gar nicht in die Einheit. Aber unsere Seele kann, und will durch dieses Nadelöhr gehen.

Ein Teil unseres Bewusstseins existiert immer schon jenseits von Zeit und Raum und wartet nur darauf, dass wir die Ganzheit, die allem unterliegt, bewusst in uns erleben. Dies ist die Erfüllung der göttlichen Kraft, die versucht, ihre Einheit in der Vielfalt zu spiegeln und durch die Vielfalt die Einheit wieder zu erleben. Wir sind die Augen Gottes in der Welt der Form. Durch bewusste Seelenverbindung können wir einen der natürlichsten Wege der zum Einheitsbewusstsein führt, erleben.

Dankbar flossen die mystischen Erlebnisse, die mich hier in Benares umgaben, in mein Herz hinein. Bedächtig erreichten wir das Ufer und ich stieg langsam die Uferstufen des Ganges hinauf, zurück in die Stadt. Eine schmale, überfüllte Straße führte mich durch die Menschenmenge. Es begegneten mir tausende von braunen Augen, die sonderbar tief und leuchtend strahlten. Ich musste an den alten indischen Sadhu denken, der bettelnd in Hyderabad an das Fenster unseres kleinen Busses geklopft und mir dabei tief in die Augen geschaut hatte. Das Leuchten seiner Augen schenkte mir ein Seelenlicht, das mich bis heute begleitet. Dieses Licht erhob mich jenseits, in eine Welt der Stille. Hatten sich unsere Seelen für einen kurzen Moment vereint, und zehrte ich immer noch von diesem Geschenk?

Aus der Menge Menschen die mich nun hier an den Stufen des Ganges umscharten, fing ein kleiner Junge, von vielleicht neun Jahren, meinen Blick. Seine Hände reichten mir bettelnd entgegen, aber seine Augen beschenkten mich mit seinem goldenen Licht. Dieser kleine Junge folgte mir die leicht ansteigende Straße, gesäumt von duftenden Kochwagen, farbenprächtigen Blüten, und bunten Gewändern.

„Gott,“ sprach ich innerlich ringend, “ich kann nicht alle Inder retten!“
„Nein, das brauchst du nicht,“ kam die innere Antwort. „Du brauchst nur dem zu helfen, der gerade vor dir steht.“
Wie durch ein Wunder kam auch die ganze, lange Straße, die ich noch ansteigen musste, kein weiteres bettelndes Kind auf mich zu. Nur dieser leuchtende Junge verfolgte mich.
Außerhalb von beobachtenden Augen, gab ich ihm heimlich einen Tageslohn in seine Hände, als wir unser Auto erreichten, und erwiderte das Strahlen seiner Augen.

Tief im Innern hatte ich etwas verstanden:

Egal wo wir leuchtende, reiche oder bettelnde Augen finden, ein jeder Moment gibt uns die Chance, im Licht miteinander zu leuchten, und unsere Liebe miteinander zu teilen. Wer weiß, wem wir helfen werden, oder wer uns helfen wird, die Momente der Einheit zu erleben!

 
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