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Tarot - immer wieder anders, immer wieder neu
Birgit Kratz
Nun ist der Tarot-Kongress, der vom 27.-29.11.2009 in Hamburg stattfand, bereits Geschichte. Für 3 erlebnis- und einsichtsreiche Tage öffneten sich Tarot-Freunden aus Deutschland und Gästen aus Bulgarien, Estland, den Niederlanden, Jugoslawien und den USA die Tore des Hamburger Logenhauses, um Tarot in seiner Vielfalt und Tiefe erfahrbar werden zu lassen.
            
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Rider-Waite-Tarot: Der Narr.
Das Ambiente passte für meinen Geschmack zum Anlass: Vor 100 Jahren wurde das Tarot-Deck, das von Arthur Edward Waite gemeinsam mit der amerikanischen Künstlerin Pamela Colman Smith geschaffen worden war, veröffentlicht. Erstmals zeigten auch die Zahlenkarten lebendige Szenen aus dem Leben, sodass deren Aussage nun durch reine Betrachtung erschlossen werden konnte. Die Deutung dieser Karten lag ab sofort nicht mehr allein in den Händen der eingeweihten Tarot-Experten. Die Geburtsstunde des modernen Tarot hatte geschlagen.

Dieses Karten-Deck ist - neben dem Aleister-Crowley-Thoth-Tarot, das von Lady Frieda Harris gemalt wurde - bis heute eines der am meisten gekauften und befragten. Und so ist es keine Frage, dass ihm eine Vielzahl Vorträge und Workshops des Kongresses gewidmet waren.

Nicht wenige Besucher dieses Ereignisses waren überrascht von der Vielfalt des angebotenen Programms und von der offensichtlichen Einzigartigkeit eines jeden Redners und seiner Art und Weise, mit dem Tarot umzugehen. Tarot - immer wieder anders, immer wieder neu.


Hermann Haindl.
Leider konnte ich am ersten Kongresstag nicht anwesend sein - und das bedauerte ich im Nachhinein, denn besonders der Beitrag des Malers Hermann Haindl hatte es vielen Kongressteilnehmern angetan. Sein Wesen, seine Gemälde und seine Geschichte hinterließen den Eindruck eines sehr schlichten, weisen Menschen mit einem großen Herzen, der auf ein bewegtes, bewegendes Leben zurückschaut. Die Bilder des von ihm entwickelten und gemalten Haindl-Tarots, in welchem viele neue Elemente und Verbindungen zu anderen Kulturen zu finden sind, erzählen von den tiefen Dimensionen der inneren Welt des Künstlers. Man möge mir auch verzeihen, dass ich nur von den Ereignissen berichten kann, auf denen ich selbst anwesend war.

Der für mich erste Vortrag am Samstag überraschte nicht nur mich: Ein Psychologe, Bernhard Sommer-Teckenburg, stellte den interessierten Zuhörern seinen persönlichen Zugang und seine Art der Arbeit mit dem Tarot in seiner Praxis vor. Er erlaubt es seinen Klienten, die Sprache der Bilder selbst zu entschlüsseln. Und diese Vorgehensweise sorgt bei ihm selbst immer wieder für Überraschungen, denn jeder Mensch sieht die Bilder mit seinem eigenen Erfahrungs-Hintergrund und interpretiert das Gesehene auf ganz einzigartige Weise. In seinem Vortrag teilte er seine Einsichten und Erkenntnisse über das Warum und Wie der Wirkung der Karten des von Pamela Colman Smith gestalteten Rider-Waite-Decks mit dem Publikum.

Sollten die Karten in Kürze unter dem Namen "Smith-Waite-Tarot" im Handel erscheinen, so ist dies dem nachdrücklichen Hinweis Sommer-Teckenburgs zu verdanken, dass die Berühmtheit und weite Verbreitung der Karten ja letztendlich dem Geschick der Künstlerin zu verdanken ist, die die Bilder gestaltet und gemalt hat. *1



Gerd Bodhi Ziegler
Ganz anders von der Energie stellte sich der Beitrag Gerd Bodhi Zieglers, des bekannten Bestseller-Autors mehrerer Bücher zum Crowley-Tarot dar. Bodhi erzählte auf sympathische Art darüber, wie sein erstes und bisher bekanntestes Buch "Tarot - Spiegel der Seele" entstanden war und worum es ihm in seiner Arbeit mit Menschen geht - nämlich das zu finden, was uns wirklich glücklich macht, was aber im Außen nicht zu finden ist. Er nutzte die Gelegenheit, um das Publikum auf seine gerade neu erschienen "Karten für Liebende" aufmerksam zu machen und deren Wirkung gleich vor Ort zu demonstrieren.



Lilo Schwarz.
"Tarot mit den Füßen sehen - Tarot aus systemischer Sicht" - so war der Vortrag der experimentierfreudigen Tarot-Expertin aus der Schweiz Lilo Schwarz angekündigt, auf den nicht nur ich neugierig war. Tatsächlich! Man kann mit den Füßen sehen - das demonstrierte uns die Autorin der Bücher "Im Dialog mit den Bildern des Tarot" und "Selbstcoaching mit Tarot" gemeinsam mit 3 Teilnehmerinnen des Kongresses direkt auf der Bühne. Die Demonstration weckte in mir die Lust auf eigenes Experimentieren: Sollte ich mir mal nicht im Klaren sein, was die Karte mir rein energetisch gerne sagen will, stelle ich mich einfach drauf und fühle in mich rein...

Auch Ernst Ott ließ es sich nicht nehmen, Teilnehmer des Kongresses auf die Bühne zu bitten, um Szenen aus dem Rider-Waite - nein!, Entschuldigung - Smith-Waite-Tarot auf der Bühne incl. Requisiten nachstellen zu lassen: Was ist es für ein Gefühl, gemütlich, mit verschränkten Armen vor der Brust und mit einer Menge Kelche im Rücken dazusitzen? Wie reagiert man in dieser Situation auf die Aufforderung: "Du musst jetzt aber ganz schnell was tun!"?
Oder wie fühlt man sich, wenn man auf erhöhter Position und mit einem dicken Stab in der Hand seine kampfeslustig anrennenden Gegner erwartet? Auf diese Weise spielerisch mit den Karten umzugehen, macht deren Deutung zu im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Kinderspiel.

Im Anschluss an diese inspirierenden Vorträge hatten die Anwesenden Gelegenheit, selbst praktische Erfahrungen in den Arbeitsgruppen zu sammeln. Leider, leider musste man sich entscheiden, und das war nicht leicht, denn alle Angebote liefen parallel. Ich hätte es schön gefunden, wenn mehrmals die Gelegenheit geboten worden wäre, an Arbeitsgruppen teilzunehmen, um verschiedene Kursleiter in ihrer Praxis erleben zu können... Vielleicht klappt das ja auf einem späteren Kongress...

Der Tag fand seinen kulinarischen Ausklang mit einem üppigen Buffet auf dem Dinner, das vom Tarot-Verband ausgerichtet wurde.


Rachel Pollack.
Der Sonntag erwartete die Gäste des Kongresses gleich mit 2 Highlights - eines davon war der Vortrag Rachel Pollacks, einer großen Kennerin des Tarots und Autorin viel gelesener Tarot-Klassiker, wie "Tarot - 78 Stufen der Weisheit" und des gerade frisch erschienenen Werkes "Tarot-Weisheit". Sie teilte ihre Sicht auf den Tarot mit dem aufgeschlossenen Publikum.

Auch lange auf der Suche nach dem perfekten Tarot-Deck gewesen, ist sie zu der Einsicht gekommen, dass alle Decks perfekt sind und auf ihre einzigartige Weise die innere Erfahrungswelt - einerseits des Künstlers und andererseits des Betrachters - spiegeln. In ihrem Vortrag schöpfte sie aus der Fülle ihres Wissens um die griechische Mythologie, um uns ein Bild zu geben, auf welchen Wegen aus ihrer Sicht der Tarot zu den Menschen gefunden haben könnte. Sie erzählte von dem Entstehen ihres eigenen Shining-Tribe-Tarot und berichtete über erstaunliche Erfahrungen, die sie mit ihren eigenen Karten bereits sammeln konnte.

Akron überraschte die Anwesenden mit einem Auftritt der besonderen Art. Von vorneherein ließ er die Zuhörer wissen, dass er normalerweise nicht zu diesem Kongress gekommen wäre, da er sehr zurückgezogen lebe und es nicht möge, weit zu reisen. Da aber Hajo Banzhaf ihn vor einem Jahr sehr intensiv zu einem Vortrag auf dem Kongress zu überreden versucht habe und nun zwischenzeitlich leider gestorben sei, fühle er sich ihm als Freund nun verpflichtet: "Hier bin ich - aber wo bist Du, Hajo?" Akron hatte ein junge Sängerin mitgebracht, die sich durch ihren Sologesang eines Liedes, das Hajo Banzhaf gewidmet war, sofort das Publikum eroberte. Sie unterstütze Akron auch auf wirklich sympathische Art dabei, dem Publikum die Komplexität der Aussagen des Akronariums, eines von Akron entwickelten 3-dimensionalen Tarots, das besonders zur teifenpsychologischen Klärung von Beziehungsfragen geeignet ist, zu entschlüsseln.

Margarete Petersen, die über viele Jahre hinweg ebenfalls Gemälde zum Tarot geschaffen hat, erzählte sehr lebendig von deren Entstehungsgeschichte und von ihrem Zugang zu den archetypischen Bildern.


Johannes Fiebig.
Wie können wir die Weisheit des Tarot heute anwenden? Was heißt es, mit Tarot zu leben und zu wachsen? Diesen Fragen stellte sich Johannes Fiebig in seinem den Kongress abschließenden Vortrag. Selbst (gemeinsam mit Evelin Bürger) Autor erfolgreicher Tarot-Bücher, wie "Tarot für Einsteiger: Waite, Crowley und Marseiller Tarot", "Tarot-Basics Rider-Waite" und "Tarot Basics Crowley" kann er ohne Nachdenken auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen und ließ die Teilnehmer an seinen Einsichten zu einzelnen Karten teilhaben.



Wie gesagt - nun ist der Tarot-Kongress Geschichte. Ich selber bin froh, dort gewesen zu sein und ich konnte eine ganze Menge Inspiration mit nach Hause nehmen. Die wichtigste Einsicht für mich war, dass Tarot wohl ein westlicher Einweihungsweg ist. So hatte ich das noch nie gesehen.

Ah - und ich muss das Publikum noch erwähnen, denn meine Befürchtungen, dass Tarot ja auch missbraucht werden kann sowie meine Vorurteile gegenüber Wahrsagerei wurden hier in keiner Weise genährt. Im Auditorium fanden sich viel mehr Menschen, die ganz offensichtlich Wahrheitssucher sind und deren Anliegen es ist, ihre Klienten dezent auf ihrem Weg zu sich selbst und zur Freiheit ein Stück weit zu begleiten.

Ein aufrichtiger Dank an die Organisatoren dieses Kongresses - allen voran den Leitern des Königsfurt Urania Verlags, Johannes Fiebig und Evelin Bürger, sowie den vielen mehr oder weniger unsichtbaren Helfern, die zum Gelingen dieses besonderen Ereignisses der Tarot-Szene beigetragen haben.

Also denn - bis in 2 Jahren auf dem voraussichtlich nächsten Tarot-Kongress!


*1) Anmerkung dazu von Frau Evelin Bürger aus dem Königsfurt Urania Verlag:  Das kann ich  mir nun nicht verkneifen, klar hat Herr Teckenburg recht,aber bei Königsfurt, jetzt Königsfurt Urania, ist seit wir die Waite / Smith Karten( 1994 !!!) im Programm haben- die Künstlerin genannt. Dass nun auf dem Kongress damit nicht begonnen wurde ist ein Fehler, aber im Presstext stand auch immer Frau Smith mit drauf. Das musste ich doch als Frauenbewegte los werden!


Alle Abbildungen dieses Artikels wurden freundlicherweise vom Königsfurt Urania Verlag zur Verfügung gestellt.

 
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